FTZ e.V. fördert Studierende der WHZ 

Das FTZ hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Talente zu unterstützen und zur Entwicklung der nächsten Generation von Fachkräften beizutragen. Seit 2012 förderte das FTZ rund 45 Studierende der WHZ mit über 80.000 Euro. 

32 Studierende der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) werden aktuell durch das Deutschland-Stipendium mit 300 Euro monatlich gefördert. Sechs davon fördert der FTZ e.V. als einer der größten Förderer. Für die Stipendien hatten sich insgesamt 120 Studierende beworben. Das Deutschlandstipendium setzt sich je zur Hälfte aus Bundesmitteln und aus privaten Mitteln von Firmen, Institutionen und Einzelpersonen zusammen. Es beträgt 300 Euro im Monat und wird in der Regel für zwei Semester vergeben. Auswahlkriterien sind neben Leistung und außerfachlichem, gesellschaftlichem Engagement auch Verantwortungsbereitschaft sowie Herausforderungen im persönlichen Werdegang.

Informationen zum Stipendium 

 

5 Stipendiaten im Interview (2026)

(Bild: v.l.n.r.) Jenny Wolmuth, Prof. Dr.-Ing. Mirko Bodach, Jenna Davis, Michelle Meier, Prof. Dr.-Ing. Matthias Richter, Tommy Lein, Marcel Walter
 

Übergabe Deutschlandstipendium


„Man kann sich besser auf eigene Projekte konzentrieren – und es ist zugleich eine Anerkennung für das, was man leistet.

Ein zentrales Thema, das alle Stipendiaten verbindet, ist die spürbare Entlastung im Studienalltag. „Durch das Stipendium kann ich mich stärker auf meine Forschung und meine ehrenamtliche Arbeit als Tutorin fokussieren“, berichtet Jenna Davis, Studentin im Bereich Green Engineering and Sustainable Management. Auch Michelle Meier, Elektrotechnikstudentin im dualen Studium bei VW Sachsen, betont: „Man kann sich besser auf eigene Projekte konzentrieren – und es ist zugleich eine Anerkennung für das, was man leistet.“ Gerade für Studierende mit eigenen Haushaltskosten ist diese Unterstützung entscheidend.„Elternunabhängiges BAföG und Stipendium entlasten im Alltag und ermöglichen Investitionen in lernunterstützende Mittel wie Fachliteratur und technische Geräte“, erklärt Kraftfahrzeugelektroniker Tommy Lein.
 

Durch das Stipendium bin ich nicht mehr gezwungen, dauerhaft neben dem Studium zu arbeiten.“

Alle fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten zeichnen sich durch überdurchschnittliche Leistungen und hohes persönliches Engagement aus. Mehrere Stipendiaten engagieren sich zudem in Gremienarbeit, der Fachschaft oder im Ehrenamt. Michelle Meier ist unter anderem im Fachschaftsrat und in der Studienkommission aktiv. Maschinenbaustudent Marcel Walter punktet nicht nur mit sehr guten Leistungen. Er blickt auch auf zehn Jahre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr zurück. „Arbeit und Studium unter einen Hut zu bringen, ist anspruchsvoll – mit dem Stipendium wird es deutlich einfacher“, so Walter. Neben dem Studium arbeitet er bereits als Werksstudent in der Softwareentwicklung eines Unternehmens für Automatisierungstechnik mit Sitz in der Nähe von Pirna. Das Stipendium gibt ihm die Möglichkeit, in entscheidenden Phasen den Fokus auf sein Studium zu legen.Jenny Wolmuth bringt Erfahrungen aus ihrer Zeit bei der Bundeswehr ein und interessiert sich sehr für Erste Hilfe und Rettungswesen. „Früher war ich bis zu meinem 16. Lebensjahr Leistungsschwimmerin und auch als Rettungsschwimmerin aktiv.“ Nach ihrem Bachelorabschluss im Gesundheitsmanagement startete sie ihren Master im Arbeitsschutz und betrieblichen Gesundheitsmanagement an der WHZ. Jetzt hat sie auch wieder mehr Zeit sich weiterzubilden. „Durch das Stipendium bin ich nicht mehr gezwungen, dauerhaft neben dem Studium zu arbeiten.“
 

„Es pusht einen, weiterzumachen – und auch den eigenen Horizont zu erweitern.“

Ebenso vielfältig wie die Hintergründe sind die beruflichen Perspektiven der Stipendiaten. Einige sehen ihre Zukunft klar in der Industrie, andere in der angewandten Forschung. Tommy Lein arbeitet bereits am FTZ e.V. als wissenschaftliche Hilfskraft und möchte nach dem Abschluss gern am FTZ bleiben. Jenny Wolmuth strebt eine Tätigkeit als Safety-Koordinatorin im Automobilbereich an und formuliert ein ambitioniertes Ziel: „Das Nonplusultra wäre für mich, Teil des Audi-Formel-1-Teams zu sein.“Das Deutschlandstipendium zeigt, wie gezielte Förderung wirkt: Es stärkt leistungsbereite Studierende, würdigt Engagement und schafft Raum für persönliche und fachliche Entwicklung. Oder wie es eine Stipendiatin zusammenfasst: „Es pusht einen, weiterzumachen – und auch den eigenen Horizont zu erweitern.“